Mietwagenrundreise ab Havanna

Grüezi mitenand

Schon seit 2 Wochen sind wir leider wieder zu Hause  -  unsere Kuba-Ferien gingen soooooo schnell vorbei!

Alles klappte hervorragend; hier ein ganz kurzes Feedback:

  • Flug mit Edelweiss: Dieser Direktflug ist nur zu empfehlen
  • Hotel Nacional: Da muss man einfach mal übernachtet haben.
    Hotel war sehr, sehr gut besetzt. Ein einziges Mal aßen wir im Hotel
    selber, im Italiener-Restaurant, war aber fast ungenießbar…!
    Absolut nicht zu empfehlen!!!
  • Autoübergabe (viacar) in Havanna, Hotel Habana Libre: Klappte prima,
    mit ein bisschen Geduld, aber sehr nett.
  • Peugeot Minivan lief problemlos und ohne jeglicMelia Cayo Santa Maria Hotel, Strandhe Panne
  • Hotel Melia Buenavista, Cayo Santa Maria: Absolut perfekt!!!!
    Wunderschön, nur zu empfehlen. Preis/Leistung stimmt absolut.
  • Autorückgabe am Flughafen Holguin: In 5 Minuten war alles
    erledigt, das gemeinsame, lustige Gespräch anschließend dauerte
    fast eine halbe Stunde…
  • Inlandflug mit einer alten Antonov von Holguin nach Havanna:
    Mit knapp 15-minütiger Verspätung flogen wir ab, schönstes Wetter.
    Aber alles bestens.
  • Eine letzte Übernachtung im Loft Habana: Zimmer waren schön,
    sehr herzliche Schlummermutter. Lage des Loft: Jaja, für eine Nacht
    war es OK, aber für längere Zeit doch eher nicht. Das Quartier ist
    sehr „ärmlich“ Gebäude in Kubaund für eventuell allein reisende Frauen nicht sehr
    geeignet. Diejenigen Zimmer mit Sicht zum Meer sind einiges
    größer (Superior) und eher zu empfehlen.

In Casa Particulares haben wir einige Male übernachtet; ein solch herzliches Willkommen jedes Mal war überwältigend! Da könnte der Schweizer Tourismus noch viel lernen!!! Zimmer waren unterschiedlich groß (von eher klein bis riesig groß), aber IMMER sauber und jedes Zimmer mit eigenem Badezimmer. Oft aßen wir am Abend auch in unserer Casa: Beste Auswahl an frischen Produkten, vielfältige und große Menü inkl. Dessert. Frühstück: Dito!!!! Preis: Unglaublich günstig! Auch da: Nur zu empfehlen.

Ich möchte es  - im Namen von uns 4 Reisenden -  aber nicht unterlassen, Ihnen ganz herzlich Alte Autoszu danken für die wirklich hervorragende Organisation, Ihre Bemühungen, die zugestellten Unterlagen und dann vor allem für die Notfall-Telefonnummern. Diese gaben uns doch eine gewisse Sicherheit im Fall der Fälle  -  der bei uns aber zum Glück nie eingetreten ist. Wir haben Ihr Reisebüro schon verschiedene Male weiterempfohlen; die Kuba-Bräune gibt nämlich auch heute immer noch Anlass zu schönen Diskussionen und Fragen…

Nun wünsche ich Ihnen alles Gute, sage nochmals tausend Dank und sende herzliche Grüße H.G.

Kuba stellt die Bucht von Havanna unter Schutz

Habana Vieja, Hafenbucht von Havanna Habana Vieja, Eingangskanal auf die Bucht

Die Bucht von Havanna (Bahia de La Habana) und die dazugehörigen Bereiche sind von der Nationalen Denkmalbehörde Kubas (CNM) vor kurzem zur Schutzzone erklärt worden. Ziel der Maßnahme ist es, den kulturhistorischen Wert und das Erscheinungsbild dieses Gebiets zu erhalten. Es schließt Teile mehrerer Bezirke der kubanischen Hauptstadt ein, darunter Guanabacoa, Regla und Casa Blanca.

Die Entscheidung wurde am vergangenen Freitag von Gladys Collazo, Präsidentin der CNM sowie Direktorin des Nationalen Rats für Kulturerbe beim Ministerium für Kultur bekanntgegeben. Diese hat zur Folge, dass nun jeder Eingriff in die Umwelt und jede bauliche Maßnahme an Land oder im Wasser in diesem Teil Havannas genehmigungspflichtig sei, erläuterte Collazo. Die Maßnahme soll auch dem Erhalt von Zeugnissen einer langen industriellen Geschichte dienen, wie den Werftsgebäuden der Astilleros de La Habana oder der Königlichen Tabakfabrik. Verwiesen wird in der Erklärung auch auf die archäologischen Schätze von enormem Wert für die kubanische Nation, die noch im Boden und auf dem Grund der Bucht existieren.

Die Ausweisung als Schutzzone berührt zahlreiche bereits begonnene oder geplante Projekte staatlicher und anderer Akteure in dem Gebiet, die auf einem Entwicklungsplan des Büros des Stadthistorikers beruhen. Diese hätten nunmehr  klare gesetzliche Regeln, um sie auf die richtige Art zu verwirklichen, so Collazo. Die Präsidentin informierte außerdem darüber, dass Kuba nach 1998 ein weiteres Mal als Ausrichter des Lateinamerikanischen Kolloquiums über Industrielles Erbe ausgewählt worden sei. Die Veranstaltung findet im März kommenden Jahres in Havanna statt.

Seit ihrer Gründung 1519 als Villa de San Cristóbal de La Habana ist die Entwicklung der Stadt eng mit ihrer strategisch günstigen Lage an der Bucht verbunden. Als eine der größten der Welt bildet die taschenförmige Bucht einen sicheren natürlichen Hafen für die Schifffahrt. Im Jahr 1552 wurde Havanna die Hauptstadt Kubas. Hier war die spanische Flotte stationiert, und Havanna war Umschlagplatz unter anderem für Gold, Silber und Edelsteine, die aus der "Neuen Welt" nach Europa transportiert wurden. Das begründete das Wachstum und den wirtschaftlichen Aufschwung Havannas in der Frühen Neuzeit. Mit prächtigen kolonialen Bauten, den Festungsanlagen San Cristóbal sowie der berühmten Uferpromenade Malecón, die schrittweise saniert wird, ist die Küste Havannas auch von großer Bedeutung für den Tourismus. In Zusammenarbeit mit der Bevölkerung haben die Behörden in denvergangenen Jahren im Bereich der Bucht auch ihre Anstrengungen zur Beseitigung von Verschmutzungen und Umweltschäden verstärkt.

Quelle: amerika21, 12.04.2015

Kubas Restaurant-Revolution

Habana Vieja, Plaza San Francisco de AsisDie Karibikinsel genoss kulinarisch lange keinen guten Ruf. Dank Privatrestaurants hat sich das jedoch geändert.

Reis und Bohnen serviert mit einem Stück Fleisch haben in Kuba Tradition. So sehen auch die meisten Gerichte aus, die in staatlichen Restaurant aufgetischt werden.

Mit den neuen gelockerten Auflagen entstehen jedoch immer mehr private Restaurants, sogenannte Paladares, die Essen auf hohem Niveau servieren.

Da aber auch die Paladares unter den Engpässen in Kuba leiden, kann es passieren, dass einige Speisen auf der Karte an gewissen Tagen nicht erhältlich sind. Auch kann es vorkommen, dass das Restaurant kurzerhand geschlossen wird,  weil auf dem Schwarzmarkt eingekauft wurde.

Wer in einem Privatrestaurant speisen möchte, muss sich darauf gefasst machen ein bisschen mehr zu bezahlen. Auch sollte unbedingt ein Platz reserviert werden, da der Tourismus in Kuba boomt und die Restaurants oft sehr gut besucht sind.

Quelle: 20Minuten, 01.04.2015

 

Kuba – Zwischen Lebensfreude und Melancholie

Kuba steht für Revolutionsromantik, Musik, Lebensfreude und koloniales Flair. Wer den karibischen Inselstaat noch in seiner Ursprünglichkeit erleben möchte, muss sich allerdings beeilen.

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Zerfallene Art-Déco-Villen, museumsreife Autos, Pferde, Ziegen und Hunde sogar auf der Autobahn: Die Uhren scheinen im Freilichtmuseum der kubanischen Revolution vor langer Zeit stehen geblieben zu sein. Die Folgen jahrelanger sozialistischer Politik, das US-Embargo, Misswirtschaft und Korruption haben das Land gezeichnet. Eine Fahrt durch Kuba gleicht denn auch einer Zeitreise in die Vergangenheit. Wer seine Reise in Havanna beginnt und dem Malécon, der berühmten Uferstrasse, entlangfährt, kann nur ahnen, dass die karibische Insel im 19. Jahrhundert die reichste Kolonie der Welt war. Die Hauptstadt des Landes wird gegenwärtig – wie andere der historisch bedeutsamen Stätten Kubas – mithilfe von Unesco-Geldern restauriert. Ein beachtlicher Teil von Habana Vieja sonnt sich bereits wieder im alten Glanz. In den Vierteln allerdings, in denen die meisten Einwohner der Hauptstadt leben, prägen noch immer brüchige Mauern und eingestürzte Häuser das Bild. Im Rauch stinkender Abgase chinesischer Lastwagen sieht die städtische Silhouette mancherorts gar so aus, als ob sie durch einen unbarmherzigen Fliegerangriff verwüstet worden wäre. Offensichtlich übten Misswirtschaft und Korruption ähnlich zerstörerische Kräfte aus wie ein Geschwader von Jagdbombern. Die oft besungene Lebensfreude der Kubaner steht in diesen Stadtteilen in krassem Kontrast zu ihrem entbehrungsreichen Alltag. Einen berührenden Einblick in das Leben der Menschen, die hinter diesen bröckelnden Mauern wohnen müssen, zeigt übrigens der kubanische Spielfilm «Conducta», der vor Kurzem auch in der Schweiz eine viel beachtete Premiere gefeiert hat.

In der Nacht geht die Post ab
Wenn am Abend in den Gassen der Hauptstadt afrokubanischer Sound erklingt, scheint die ganze Melancholie des beschwerlichen Alltags vergessen zu sein. Dann wird gefeiert und getanzt. Schöne Frauen, hervorragende Musiker und durchtrainierte Männerkörper sorgen bis tief in die Nacht für ausgelassene Stimmung. Wer diesen Cocktail aus Exotik, Erotik, Tanz und Musik richtig geniessen will, dem ist ein mehrtägiger Aufenthalt in Havanna zu empfehlen. Endlos lange Beine und Artistik vom Feinsten erwarten die Besucher im weltberühmten Tropicana. Die Cabaret-Show wird täglich gezeigt, und ihr Besuch ist gleichsam ein Must auf jeder Kuba-Reise. Wer eine etwas weniger traditionelle Tanzdarbietung sucht, ist im Havana Queens, ganz in der Nähe des Parque Central, gut aufgehoben. Im zweiten Stock eines stolzen kolonialen Gebäudes hat sich der Schweizer Patrick Hofer mit seiner kubanischen Frau Rosario Garcia eine neue Existenz aufgebaut. Die Show ihrer Tänzerinnen und Tänzer strahlt eine moderne Note aus, sogar Streetdancer stehen hier auf der Bühne. Die Truppe wird im September auf ihrer Europa- Tournee auch in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland zu sehen sein. In Zürich beispielsweise im September in der Maag-Halle.

Nach den durchzechten Nächten in der Hauptstadt bietet die schöne Natur im Hinterland Raum für Musse und Erholung. Für die Übernachtungen bucht man am besten private «Casas particulares». Seit einiger Zeit ist es den Kubanern erlaubt, ihr staatlich garantiertes Gehalt, das nicht viel mehr als 20 Franken pro Monat ausmacht, mit privaten Geschäftsaktivitäten aufzubessern. Sowohl in der Hauptstadt als auch in den touristisch interessanten Zentren wie Viñales, Cienfuegos, Trinidad oder Santiago de Cuba bieten zahlreiche Familien Zimmer für Reisende an.

Von der Möglichkeit, private Hotelzimmer zu vermieten, profitieren auch einige Schweizer Auswanderer. Daniel Ochsner beispielsweise kennt man in der 500 Jahre alten Stadt Trinidad als «El Suizo». Seine Zimmer in der gleichnamigen Casa particular vermietet er mit Erfolg an individuell reisende Gäste. Seit Kurzem ist der sympathische Zürcher auch General Manager der wunderschön restaurierten Mansion Alameda. Wer in Trinidad eine gepflegte, traditionelle Unterkunft mit einem bezaubernden Innenhof mitsamt Brunnen und Garten sucht, ist hier am richtigen Ort.

Zauberhafte Landschaft um Viñales
Rote Erde, grüne Tabakplantagen und die Kegelkarstfelsen der Mogotes prägen die fantastische Landschaft der Sierra de los Organos um Viñales. Auf der Fahrt dahin nehmen wir einen gestrandeten Buspassagier mit. Leider ist unser Spanisch etwa so gut wie der schrottreife Bus, der gerade den Geist aufgegeben hat. Trotzdem reicht es für ein paar Worte und einige kleine Gefälligkeiten. Bevor wir in Viñales ankommen, haben wir unserem neuen Begleiter eine Kiste Cohibas abgekauft, einen Ausflug zu Pferd gebucht und einen Tisch in einem privat geführten Restaurant reserviert. Kubaner sind Künstler der Improvisation, vor allem wenn sie die Möglichkeit sehen, ein paar zusätzliche Pesos zu verdienen. Von sozialistischem Mief und Lethargie ist da keine Spur. Die Öffnung des karibischen Inselstaates kann für die Bevölkerung gar nicht rasch genug kommen. Der Freund unseres Mitfahrers, Pablo, den wir am Abend kennenlernen, spricht nicht nur gut Englisch, er redet auch Klartext: «Der Sozialismus hat unser Land an den Rand des Ruins geführt. Da verblassen sogar die grossen Errungenschaften im Bereich der Bildung und der Gesundheit. Wenn ein hervorragend ausgebildeter Arzt mit eigener Praxis ein monatliches Salär von maximal rund 75 Franken im Monat erreichen kann und, um das Auskommen seiner Familie zu sichern, noch Schweine züchten und Taxi fahren muss, leuchtet auch dem letzten Anhänger der Revolution ein, dass etwas faul im Staate ist.» Gegen Bezugsmarken, beziehungsweise Rationierungskarten (libreta), können die Kubaner zwar ihre Grundbedürfnisse decken. Seifen beispielsweise gelten aber bereits als Luxusartikel und können nur in der eigens für Touristen geschaffenen Währung, dem Peso Convertibile (CUC), erworben werden. Doch auch Geld hilft nicht immer. Die Regale in den verstaubten Shops sind mehrheitlich leer.

Allein, nur eine sehr kleine Minderheit der Kubaner möchte sich deshalb an die Brust der Amerikaner werfen. Fidel Castro werde letztlich auch deshalb verehrt, weil er das Land 1958 nicht nur vom unsäglichen Batista-Regime, sondern von der faktischen Herrschaft der Amerikaner und der alles kontrollierenden Mafia unter Meyer Lansky, dem legendären Kopf der «Kosher Nostra», befreit habe. Castro sei in der Optik der Bevölkerung so etwas wie ein karibischer Wilhelm Tell, mit dem Unterschied freilich, dass der kubanische Revolutionär nicht nur ein Mythos, sondern eine historische Figur ist.

Die Schlacht am Buffet
Nach so viel Nachhilfeunterricht in lokaler Geschichte sind wir reif für die Insel, zumal die Traumstrände Kubas zu den schönsten der Welt zählen. Leider setzt der Staat am Meer hauptsächlich auf All-Inclusive-Hotels. In Varadero, auf Cayo Coco und Cayo Santa Maria sind in der jüngsten Vergangenheit riesige Resorts entstanden. Da es nicht jedermanns Sache ist, täglich gegen Hunderte von anderen Pauschaltouristen in die Schlacht am Buffet zu ziehen, bucht man mit Vorteil ein Haus, das weniger als hundert Zimmer zählt, beispielsweise das Melia Buenavista auf Cayo Santa Maria. Das gepflegte, erst zwei Jahre alte Fünfsterne-Hotel liegt an drei fantastischen Stränden. Die meisten der elegant eingerichteten Zimmer bieten einen umwerfenden Blick auf das türkisblaue Meer. Der Service und die drei Restaurants sind auch für europäische Verhältnisse aus gezeichnet. Und: Die frisch zubereiteten Mojitos sind Weltklasse.

Quelle: artundreise, Text Markus Weber, Bilder Markus Lang, 27.03.2015

Rundreise Kuba

Rundreise (März 2015)

Lieber Reto

Wir sind zurück, ja, aber gedanklich werden wir alle wohl noch oft in die vergangene Woche zurückschweifen.

Loft Habana, Casa ParticularHerzlichen Dank für das tolle Programm, welches uns all diesen spannenden Persönlichkeiten näher gebracht und uns viele Blicke „hinter die Kulissen“ ermöglicht hat, und auch kulinarisch liess die Reise nichts zu wünschen übrig. Ein grosses Lob erhält deine professionelle Organisation vor Ort, die Leute machen wirklich einen super Job. Zudem haben wir mit Raphael den wohl besten Reiseleiter der Insel erwischt. Mir persönlich hat es vor allem Havanna angetan, ich habe mich in der Loft sehr wohl gefühlt und die charmanten Ladies auf dem Dach haben uns täglich mit einem einfachen aber leckeren Frühstück mit Aussicht verwöhnt.

Ich freue mich auf einer nächsten Reise auch noch andere Ecken der Insel kennenzulernen. Ich war sicher nicht zum letzten Mal dort und hoffe, dass die baldigen Veränderungen, so sie dann kommen, den Charme der Insel nicht zu schnell zerstören werden.

Herzliche Grüsse

M.