Schiffsverbindung zwischen den USA und Kuba

Fähren sollen zwischen den USA und Kuba verkehren

Über die Annäherungen zwischen Kuba und den USA wurde ja schon viel berichtet. Neu ist allerdings, dass es zukünftig auch direkte Schiffsverbindungen zwischen den beiden Ländern geben soll.

Santiago de Cuba, Hafen

Santiago de Cuba, Morro-Festung Sol Cayo Santa Maria Hotel, Strand Havanna - HafenblickWas es Jahrzehnte lang nicht gab, soll es jetzt wieder geben. Die US-Regierung will zwar noch keine generelle Erlaubnis für den Schiffsverkehr zwischen USA und Kuba aussprechen, bestätigte aber, dass es Lizenzen an einige Unternehmen erteilt. Eines dieser Unternehmen ist auch die Firma Baja Ferries, welche auf ansteigenden Handel sowie Personenverkehr hofft und die Normalisierung der Beziehung der beiden Länder zugute heißt.

Allerdings ganz so weit ist es noch nicht. Die kubanische Regierung muss ihrerseits auch noch zustimmen. Wenn jedoch  alles klappt, verkehren im September oder Oktober schon die ersten Fähren auf der ca. 400km langen Strecke.

Es ist über 50 Jahre her, dass es einen täglichen Schiffsverkehr zwischen den USA und Kuba gab. Aufgrund dieser zurzeit fehlenden Schiffsverbindungen sind jährlich über 600.000 Personen auf den Flugverkehr angewiesen. Die meisten darunter sind US-Amerikaner mit kubanischer Herkunft, welche Familie und Freunde in Kuba besuchen. Viele von ihnen reisen mit viel Gepäck um nicht in Kuba erhältliche Konsumwaren ihrer Familie und ihren Freunden mitzubringen.

Insgesamt bedeuten die geplanten Schiffsverbindungen eine günstige Alternative für Personalverkehr und Güterverkehr, sowie treibt die Annäherungen beider Länder voran.

Quelle: Handelsblatt, 07.05.2015

 

Kuba lockt seit der Annäherung mit den USA Scharen von Investoren an

Britische Unternehmen haben in Havanna Geschäfte über rund 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen, darunter den Bau einer Golfanlage sowie Investitionen in Landwirtschaft und Energieprojekte, verkündet Lord John Hutton, Co-Präsident der Cuba Initiative, eines seit zwanzig Jahren bestehenden britisch-kubanischen Projektes zur Förderung der Handelsbeziehungen beider Länder. Insgesamt 32 Unternehmen hatten an der dreitägigen Reise teilgenommen - die größte britische Handelsdelegation seit Jahrzehnten.

Allein in der vergangenen Woche waren neben den Briten um Lord Hutton Handelsdelegationen aus Texas, New Jersey und Japan auf Kuba. Davor hatte der Gouverneur des Bundesstaats New York, in Begleitung von zwanzig US-amerikanischen Geschäftsleuten seine Aufwartung gemacht. Die US-Handelsministerin kündigte an, nach Kuba reisen zu wollen und diverse US-Konzerne strecken ebenfalls ihre Fühler aus. Hinzu kommen Exilkubaner, die Familienmitgliedern auf der Insel Geld überweisen, um in Geschäftsideen zu investieren oder Immobilien zu kaufen. In wenigen Monaten hat sich Kuba vom Pariah zum Eldorado der Karibik gemausert - so scheint es.

Wie sehr der kubanische Staat an Investitionen interessiert ist, verdeutlicht die Liste kubanischer Funktionäre, die an dem Forum mit der britischen Handelsdelegation teilnahmen, darunter der Minister für Außenhandel und Auslandsinvestitionen, der Präsident der kubanischen Handelskammer, der Direktor für Handelspolitik mit Europa, die Generaldirektorin für Auslandsinvestitionen im Außenhandelsministerium und so weiter. Darüber hinaus wurde die britische Delegation von mehreren Ministern empfangen.

Mit dem im vergangenen Jahr in Kraft getretenen neuen Gesetz über ausländische Investitionen sowie der Schaffung der Sonderwirtschaftszone in Mariel westlich von Havanna, wurde die Grundlage geschaffen, um dringend benötigtes ausländisches Kapital für die Modernisierung der Wirtschaft anzulocken. Die Regierung in Havanna will vor allem Schlüsselbereiche der Produktion nachhaltig modernisieren, um die Abhängigkeit von Öl- und Lebensmittelimporten zu verringern und die Herstellung von Exportprodukten anzukurbeln. Deborah Rivas verdeutlicht dies am Beispiel der Rumproduktion: Der Rum werde in Kuba hergestellt; Flaschen, Etiketten und Plastikverschlüsse aber müssten importiert werden. Dies soll sich ändern.

Die angestrebte Neuausrichtung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba schaffe ein neues, positives Szenario mit hohem Wachstumspotenzial.

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/969895.bonanza-in-der-karibik.html , 04.05.2015

Restauranttips für Havanna

Havannas Vielfalt an Ausgehmöglichkeiten
In den letzten Wochen wurde viel über Kubas politischen Wandel berichtet und dessen Beziehungen zu den USA. In Kuba gibt es aber auch Veränderungen in anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Gastronomie. Privatpersonen dürfen erst seit 2011 Paladars, wie die Restaurants in Kuba genannt werden, eröffnen. Natürlich gibt es noch einige Restriktionen seitens des Staates; aber auch diese schaffen es die kreativen Kubaner zu umgehen. Infolgedessen entstanden zahlreiche Paladars mit unterschiedlichsten Speisekarten die etwas für jeden Geschmack bieten. Vom leckeren und vielfältigem Meeresgetier über klassische Eintöpfe bis hin zu allerlei Gerichte aus Huhn, Schwein und Rind. ¡Buen provecho!

Habana Vieja, Plaza Vieja   Habana Vieja, Oldtimer

Doña Eutimia
Wer gerne typisch kubanisch essen mag und so das Land kennenlernen möchte sollte sich das kleine, mit nur wenigen Tischen ausgestattete Restaurant, Doña Eutimia merken. Dieses Paladar ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen sehr begehrt weshalb man definitiv frühzeitig kommen sollte. Die Speisekarte besteht aus traditionell kubanischen Gerichten welche reichhaltig aber simple aufgetischt werden. Was natürlich nicht fehlen darf sind Reis und Schwarze Bohnen. Oft als Beilage serviert, komplementieren sie das kubanische Essen und garantieren dass niemand das Paladar hungrig verlässt. Doña Eutimia ist definitiv zu empfehlen. Perfekt geeignet um Kuba auf eine andere Art und Weise kennenzulernen. Zudem bietet das Restaurant ein super Preis-Leistungsverhältnis.
Dieses Restaurant befindet sich in der Callejón del Chorro No.60 C., in der Nähe des Kathedralenplatz im Zentrum der Altstadt.

Santy
Definitiv ein Geheimtipp ist das kleine Paladar Santy. Das Restaurant befindet sich im Stadtteil Jaimanitas. Die meisten erwarten wohl nicht so ein tolles Restaurant wenn man sich in diese Gegend verirrt. Aber direkt am Kanal befindet sich das Paladar mit überdachter Terrasse. Dies ermöglicht einem die Fischerbote auf dem Kanal zu beobachten und die frische Salzbrise einzuatmen. Passend dazu wird in dem Paladar eine vielfalt von frischem Fisch sowie Meeresgetier serviert. Unter anderem kann man zwischen gegrillten Langusten, gedämpften Aal oder Spaghetti mit Oktopus auf galizische Art wählen. Eher untypisch aber außerordentlich lecker ist auch das Sushi, welches hier als Vorspeise aufgetischt wird. Egal für was man sich in diesem Paladar entscheidet, man wird nicht enttäuscht sein. Zu empfehlen ist auch einer der köstlichen Weine, welche sich zum Essen oder auch anschließend mit wunderschöner Kulisse genießen lassen. Das Paladar befindet sich in der Calle 240A No 3023 esq. 3raC, Jaimanitas.

El Cocinero
El Cocinero gehört ebenfalls zu den Orten die Sie nicht missen dürfen. Im Vedado gelegen befindet sich dieses Restaurant sowie Cocktailbar in einer alten Fabrik. Wer einen Abend zuerst köstlich Essen möchte bevor er anschließend noch den klassischen Cocktail aus Kuba, den Mojito, genießen möchte, sollte sich El Cocinero nicht entgehen lassen. Hier werden Ihnen verschiedene Seafoodvariationen sowie saftige Steaks in herrlicher Atmosphäre serviert. Anschließend sollte man auf jeden Fall sich die Dachterrasse mit einem Backstein-Kamin angucken und sich unter die Jungen und Schönen Havannas mischen. Perfekt geeignet um den Tag ausklingen zu lassen. Calle 26 e/ 11 y 13,Vedado.

Havana Queens
Wem ein normales Abendessen zu langweilig ist sollte sich ins Havana Queens begeben. Dort wird neben dem Essen eine wunderbare etwa zweistündige Tanzshow geliefert. Ein Mix aus Ballet, Flamenco, Break Dance sowie dem kubanischen Nationaltanz Salsa, performed durch gelernte Tänzer, unterhalten die Gäste des Restaurant währenddessen diese Ihr Abendessen genießen. Havana Queens verspricht auf jeden Fall ein unvergesslichen und interessanten Abend. Centro Asturiano, Alt-Havanna.

Le Chansonnier
Etwas nobler ist das Paladar im Stadtteil Vedado. Mit imposanten Kronleuchtern unter der hohen Decke sowie originalen Kunstwerken ist diese ehemalige Villa zu einem wunderbaren Restaurant umgewandelt worden. Hauptsächlich werden hier internationale Speisen serviert. Dazu gehören unter anderem Gerichte wie Ente oder Kaninchen in Rotweinsauce; beide sind äußerst empfehlenswert. Wer nach dem Essen noch gerne einen Cocktail zu sich nehmen möchte, dem wird empfohlen in das nicht weit entfernte Hotel Nacional zu gehen. Calle J No. 257 e/ Línea y 15, Vedado.

Quelle: Blick, 05.05.2015

Private Mietwagenrundreise

Mietwagenrundreise (April 2015)

Lieber Herr Perez

Unsere Reise war wunderbar! Was für ein faszinierendes Land, einmal mehr! Vielen Dank für Ihre gute Vorbereitung, alles hat sehr gut geklappt. Die casas particulares waren sehr angenehm, die Gastgeber immer sehr freundlich - wie überhaupt fast alle Menschen in Kuba. Von dieser Herzlichkeit kann man sich nur eine Scheibe abschneiden. Meine Kinder waren auch ganz begeistert. Es ist schon sehr schön, wenn man Spanisch spricht und dadurch auch näher an die Menschen kommt. Das war auch für die Kinder eine tolle Erfahrung

Mit den Hotels war auch alles gut. In Varadero war das Essen ein bisschen deprimierend, aber da waren wir ja nur 3 Tage. Einen Abend konnten wir mit Freunden, die zufälligerweise gleichzeitig da waren, im "Royal Service" essen. Das war sehr viel besser. Habe ich richtig in Erinnerung, dass wir wegen dem Alter unserer Kinder nicht dort buchen konnten? Dort gab es nämlich Kinder... Der Unterschied zum restlichen Hotel ist immens. Aber unsere Zimmer waren auch ganz gut. Wir haben den Aufenthalt geniessen können.

Mit dem Auto hat auch alles sehr gut geklappt. Es war ein Minivan in bestem Zustand (er verlor ein bisschen Luft in einem Rad, aber das war nicht weiter schlimm). Die Fahrten waren 

Trinidad, Straße Musikkapelleinsgesamt sehr angenehm. Bei der allerletzten Route von Trinidad nach Varadero haben wir uns leider verfahren. Da in den Unterlagen "auf der A1 nach Varadero" stand, dachten, wir, es gäbe vielleicht vor Havanna eine Abzweigung. Eine zusätzliche Info wie "auf der A1 via Colón nach Havanna" wäre hilfreich gewesen... Aber das nur als konstruktive Kritik. 😉

Insgesamt sind wir sehr begeistert von Kuba und werden Sie gerne weiter empfehlen. Nochmals vielen Dank für Ihre Bemühungen!

 Mit herzlichen Grüssen 

S. S. Schweiz