Grosse Cuba Rundreise

Grosse Cuba Rundreise (Mai 2018)

Sehr geehrter Herr Rassmann

Grundsätzlich konnten wir die Ferien sehr geniessen, allem voran waren wir mit Jesus Lorenzo Perez Perez (unserem Führer) mehr als zufrieden. Er hat sich auch mehr als zu erwarten war für uns eingesetzt und uns mit dem Land, den Bewohnern und der kubanischen Kultur vertraut gemacht.
Ebenso konnten wir uns auf Antonio Cata Rodriguez als Fahrer verlassen. Ja, wir waren nur zu Viert und die ganze Reise mit dem Yellow-Taxi unterwegs.

Die Reiseroute hat uns entsprochen. Da Antonio kurz zuvor die Strecke über Moa (Tag 9) gefahren war und er sich, dem Auto und auch uns diese in sehr schlechtem Zustand befindliche Strasse nicht zumuten wollte, haben wir der Abänderung zugestimmt und sind stattdessen nach dem Besuch von Fidel Castros Geburtsort südwärts gefahren. Wir besuchten an diesem Tag Guantanamo und erreichten auf diesem Weg den Etappen-Zielort Baracoa.

Leider wurde die Rückreise von Santiago de Cuba nach Havanna durch den Flugzeugabsturz am Vortag über den Haufen geworfen. Da sämtliche Inlandflüge gestrichen waren, sollten Busse für die Rückreise eingesetzt werden. Da aber nicht genügend Busse vorhanden waren, sind viele Reisende gestrandet, so auch wir. Jesus hat sich sehr bemüht und konnte mit Cubacan (Claudia und Lili) unsere Rückreise mit dem Taxi (erneut mit Antonio) organisieren. Da Antonio nicht nachts fahren wollte und es ihm auch nicht zuzumuten war die knapp 1'000 Kilometer am Stück zurück zu legen (und wir dieses Risiko höher als einen erneuten Flugzeugabsturz einschätzten) übernachteten wir zusätzlich im Hotel Camaqüey in Camagüey.

Ziemlich erschlagen und müde, aber gesund erreichten wir Havanna einen Tag später gegen Abend. Zum Glück hatten wir zu Beginn der Ferien schon einen Tag in Havanna verbracht. Einer der Höhepunkte, der 14. Tag der Reise, die Exkursion «Oro Verde», die Welt des Zuckers (mein Mann hatte in der Zuckerfabrik Aarberg 14 Jahre gearbeitet) konnte leider aufgrund der Ereignisse nicht besucht werden. Der Lösungsvorschlag für die Rückreise, wie oben beschrieben, hat uns jedoch beeindruckt.

Die Rückreise nach Europa hat dann geklappt, mittags auschecken, zum Flughafen, warten. Der Weiterflug ab Amsterdam nach Zürich verzögerte sich dann nochmals um eine Stunde, da die «französischen Gepäckmitarbeiter» streikten. Die letzten vier Tage waren dann doch sehr anstrengend und haben leider nichts zu den 14 Tagen Ferien beigetragen. Apropos Gepäck, unser zweiter Koffer holten wir auf der Durchfahrt am Tag 4 von Las Terrazas nach Santa Clara im Hotel in Havanna ab. Zum Glück waren wir zu Beginn der Reise nicht gleich in den Osten gefahren …

Wir grüssen Sie herzlich,

M. und H. S.