Plätze voller Jugendlicher, die hektisch auf ihr Smartphone tippen, sind momentan ein alltägliches Bild. Seit Juli gibt es in Havanna öffentliche WLAN-Plätze, die von der staatliche Telekommunikationsfirma Etecsa installiert wurden. Rund 35 öffentliche WLAN-Punkte gibt es auf der Insel. Hier treffen sich Trauben von MensVedado, Menschenchen in den Eingängen der großen Hotels oder in Parks. Die Leute hoffen auf schnellere Leitungen und tiefere Preise. Rund 2 Pesos Convertibles (CUC) (1,78 Euro) kostet eine Stunde.
Laut der staatlichen Telekommunikationsgesellschaft gibt es an jedem der neuen WLAN-Punkte täglich etwa 55000 Verbindungen. In jeder Ecke der Altstadt prüfen die mehrheitlich jungen Leute, ob sie eventuell WLAN-Signal empfangen. Erinnerungsfotos auf Facebook posten, Emails checken - noch vor kurzer Zeit undenkbar für die Meisten. Den Zugang gibt es per Rubelkarte, die in Telefonläden oder in Hotels gekauft werden können. Anschliessend kann man sich via Internetdienst Nauta einloggen. Nur etwa fünf Prozent der Bevölkerung haben nach Angaben der amerikanischen Organisation Freedom House Zugang zum Netz. Heimische Internetanschlüsse gibt es so gut wie gar nicht. Sie werden nur in Ausnahmefällen genehmigt. Seit der Öffnung Kubas, unter Präsident Raúl Castro, wurden rund 600 Internetcafés im ganzen Land eröffnet.

Quelle: http://www.noz.de/deutschland-welt/

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