Barack Obama und die Rolling Stones in Havanna

MTE4MDAzNDEwNzg5ODI4MTEwAls Teil seiner Lateinamerika-Reise und erstmals seit 88 Jahren, besucht der amtierende US-Präsident Barack Obama noch bis morgen, 23. März 2016 die Hauptstadt Havanna. Auf dem Programm stand unter anderem ein Treffen mit seinem kubanischen Amtskollegen Raúl Castro.
Nachdem Anfang 1960, nach der sozialistischen Revolution Fidel Castros, die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba abgebrochen wurden, unternahmen die USA sowie Kuba vor Kurzem Annäherungsversuche zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Im Mai 2015 wurde Kuba von der US-Terrorliste entfernt und im Juli wurden, durch die Eröffnung der Botschaften, die diplomatischen Beziehungen wiederhergestellt. Nun wurden auch Handel sowie direkter Postverkehr erleichtert und ab Herbst soll es auch wieder direkte kommerzielle Flugverbindungen zwischen Kuba und den USA geben - nach über 50 Jahren!

rolling-stonesJüngst wurde offiziell bestätigt, dass die britische Rockband Rolling Stones am 25. März in Havanna ein Gratiskonzert geben wird. Das Konzert findet in der großen Sportanlage "Ciudad Deportiva" als "Zeichen die Freundschaft" statt. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung Bon Intenshon aus Curaçao und dem Kulturministerium Kubas organisiert. Im Namen der Initiative "von Musiker zu Musiker" wird die weltbekannte Rockgruppe außerdem von internationalen Firmen gespendete Instrumente und Equipment für kubanische Kollegen aller Genres mitbringen.

Weitere Informationen:
https://www.tagesschau.de/obama-kuba
https://amerika.de/rolling-stones-havanna

Quelle Bild Obama: http://www.biography.com/barack-obama

Havanna boomt

US-Außenminister John Kerry ist der erste US-Chefdiplomat, der Kuba seit 1945 besuchte. Nach 54 Jahren wurde in Kuba die Amerikanische Botschaft wieder eröffnet. Als Ehrengast mit dabei war auch der Schweizer Außenminister Didier Bukhalter. Grund dafür ist, dass die Schweiz von 1961 bis zum 20. Juli 2015, die Interessen der USA in Havanna vertrat. Didier Burkhalter nutzte seinen Besuch auch für ein Treffen mit seinem Kubanischen Amtskollegen Bruno Eduardo Rodriguez.

Blog

Reto Rüfenacht von Cuba Real Tours mit Didier Burkhalter und weiteren Mitgliedern der Schweizer Delegation

Die Lockerung der Reisebestimmungen für Amerikaner hat auch der Reisebranche in der Schweiz einen Aufschwung bereitet. Viele Schweizer befürchten einen Ansturm Amerikanischer Feriengäste und wollen daher vorher noch einmal nach Kuba reisen.

«Ja, Kuba boomt», bestätigt Tanael Michel vom Reisespezialisten Cuba Real Tours. «Noch nie hatten wir so viele Anfragen». Normalerweise gebe es im Sommer ein Zwischentief, bevor dann im November die Hauptreisezeit beginnt. Doch dieses Jahr ist es anders: «Das übliche Zwischentief blieb aus.» Es lohnt sich also, rasch zu buchen. «Je mehr Amerikaner kommen, umso größer wird der Ansturm auf die sowieso immer knapperen Hotels und Mietautos in Kuba», sagt Michel von Cuba Real Tours. Bereits heute seien viele kleinere Hotels in der Altstadt von Havanna und im Hinterland frühzeitig ausgebucht.

Weitere Informationen:
http://m.srf.ch/news/international/auf-kuba-weht-wieder-ein-sternenbanner
http://m.srf.ch/news/wirtschaft/

Jetblue baut Angebot nach Kuba aus

Die amerikanische Billigairline fliegt ab diesem Sommer noch öfter nach Kuba.   

Der Netzwerk-Chef von Jetblue, Scott Laurence, ist sich sicher, dass Kuba einmal eine zentrale Rolle im Karibik-Programm spielen wird. Darum wird die amerikanische Billigairline ab dem 3. Juli ein Mal pro Woche von New York JFK nach Havanna fliegen. Bereits jetzt bedient Jetblue von Fort Lauderdale und Tampa aus die kubanische Hauptstadt und die Strecke von Tampa nach Santa Clara in Zentralkuba.

Noch keine andere Fluggesellschaft setzt so stark auf die Öffnung des kommunistischen jetblueInselstaates wie Jetblue. Sie ist neben American, Executive Airlines, Sun Country oder World Atlantic Airways eine der wenigen US Fluggesellschaften, welche überhaupt Charterflüge nach Kuba durchführen dürfen. Die Reisen können jedoch nur über spezialisierte Reiseagenturen gebucht werden und die Passagiere müssen gewisse Bedingungen erfüllen. Jetblue hofft aber, das Angebot in Zukunft weiter ausbauen zu können. Aber nicht nur Jetblue hofft auf Kuba. Alle großen amerikanischen Airlines wollen vom Ende der Eiszeit zwischen Washington und Havanna profitieren. Zuerst aber muss Präsident Barack Obama die geplante Aufhebung des Handelsembargos gegen Kuba durchs Parlament bringen.

Quelle: http://www.aerotelegraph.com , 10. Mai 2015

Schiffsverbindung zwischen den USA und Kuba

Fähren sollen zwischen den USA und Kuba verkehren

Über die Annäherungen zwischen Kuba und den USA wurde ja schon viel berichtet. Neu ist allerdings, dass es zukünftig auch direkte Schiffsverbindungen zwischen den beiden Ländern geben soll.

Santiago de Cuba, Hafen

Santiago de Cuba, Morro-Festung Sol Cayo Santa Maria Hotel, Strand Havanna - HafenblickWas es Jahrzehnte lang nicht gab, soll es jetzt wieder geben. Die US-Regierung will zwar noch keine generelle Erlaubnis für den Schiffsverkehr zwischen USA und Kuba aussprechen, bestätigte aber, dass es Lizenzen an einige Unternehmen erteilt. Eines dieser Unternehmen ist auch die Firma Baja Ferries, welche auf ansteigenden Handel sowie Personenverkehr hofft und die Normalisierung der Beziehung der beiden Länder zugute heißt.

Allerdings ganz so weit ist es noch nicht. Die kubanische Regierung muss ihrerseits auch noch zustimmen. Wenn jedoch  alles klappt, verkehren im September oder Oktober schon die ersten Fähren auf der ca. 400km langen Strecke.

Es ist über 50 Jahre her, dass es einen täglichen Schiffsverkehr zwischen den USA und Kuba gab. Aufgrund dieser zurzeit fehlenden Schiffsverbindungen sind jährlich über 600.000 Personen auf den Flugverkehr angewiesen. Die meisten darunter sind US-Amerikaner mit kubanischer Herkunft, welche Familie und Freunde in Kuba besuchen. Viele von ihnen reisen mit viel Gepäck um nicht in Kuba erhältliche Konsumwaren ihrer Familie und ihren Freunden mitzubringen.

Insgesamt bedeuten die geplanten Schiffsverbindungen eine günstige Alternative für Personalverkehr und Güterverkehr, sowie treibt die Annäherungen beider Länder voran.

Quelle: Handelsblatt, 07.05.2015

 

Kuba will Internetzugang ausbauen

Havanna Vieja, KapitolHavanna (APA/Reuters) - Kuba will den Zugang zum Internet nach Angaben der USA in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Bis 2020 sollen 50 Prozent der Haushalte Internet haben, sagte ein hochrangiger Vertreter des US-Außenministeriums am Montag. Der Zugang zu Mobiltelefonen soll auf 60 Prozent steigen.

Bisher könnten nur knapp fünf Prozent der Kubaner von zu Hause aus ins Internet. Lediglich zwei der elf Millionen Einwohner Kubas besäßen ein Handy.

Möglich wird der Ausbau durch die Annäherung der beiden Staaten. US-Präsident Barack Obama und Kubas Staatschef Raul Castro kündigten im Dezember die Wiederaufnahme der 1961 gekappten diplomatischen Beziehungen an. Im Zuge dessen trafen sich vergangene Woche Regierungsvertreter in Havanna, um über Telekommunikation zu beraten. Seit kurzem sind seit Jahren wieder direkte Telefongespräche zwischen den beiden Staaten möglich.

Quelle: Tiroler Tageszeitung Online, 31.03.2015